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Geschichte des Jonglierens


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Quelle: wikipedia
Geschichte des Jonglierens

Antike
Das Jonglieren ist eine Fertigkeit, die von zahlreichen Völkern, wie den Chinesen, Indern oder Azteken zu allen Zeiten und vermutlich auch schon vor den ersten Aufzeichnungen erprobt wurde. Eines der ältesten Jonglier-Requisiten, das Diabolo (Spielgerät) wurde in China erfunden. Ebenso gibt es Darstellungen auf antiken griechischen Terrakottascheiben von spielenden Jungen.
Europa
Die früheste bekannte Quelle ist allerdings ein Bild, welches aus Ägypten von einem unbekannten Prinzen im 15. Grab in Beni Hassan aus einer Zeit um etwa 1994 - 1781 v. Chr. stammt. Es zeigt vier jonglierende Frauen. Eine sehr frühe griechische Statur von einem Jongleur wurde in den Pyrinen gefunden und kann heute im Nationalen Museum in Athen besichtigt werden. Bei den Römern war es zur Belustigung des Volkes modisch Gaukler aus dem Orient zu importieren. Häufig handelte es sich dabei um Sklaven. Aber auch normale Bürger und Offiziere jonglierten in ihrer Freizeit. Auf Tagatus Ursus Grabstein, findet sich beispielsweise die Hinweis, dass er der erste Mensch sei, der mit Glasbällen jongliert hat und Sidonius Apollinaris, ein Offizier in der römischen Legion, unterhielt seine Truppen mit der Aufführung von Jongliertricks mit Bällen.
China
Verschieden Jongleure wurden in den Aufzeichnungen erwähnt. Hauptsächlich handelte es sich dabei um Krieger, die so ihre Kampfkunst unter Beweis stellten und manchmal einen Konflikt beenden konnten, bevor es zu Kämpfen kam. Einige Jongleure wurden namentlich genannt, wie etwa: Lan Zi aus der Provinz Song, soll mit sieben Schwertern jongliert haben. Yi Liao von Shinan, der durch eine Balljonglage den Konflikt zwischen zwei Häusern beenden konnte. Xiong Yiliao jonglierte mit neun Bällen in den Auseinandersetzungen zwischen der Provinz von Chu und der Provinz von Song
Mittelalter
Im Mittelalter scheinen die Jongleure in Ungnade gefallen zu sein, da viele Klerikern und Pfarrer, welche die Geschichtsschreibung übernahmen, ihnen eine lose Moral und manchmal sogar Hexerei unterstellten. Seit Beginn des 6. Jahrhunderts traten Barden oder Hofnarren auf Märkten, Festen oder in Gasthäusern auf und führten kurze, unterhaltsame und schlüpfrige Auftritte auf. Sie reicherten ihre Shows häufig mit kurzen Jongliertricks oder etwas Akrobatik an und reichten am Ende ihrer Vorstellungen Hüte oder Taschen für Spenden herum.
Jongleure waren zu dieser Zeit sehr schlecht angesehen, und sie wurden auch nicht ganz ohne Grund mit Vorsicht und Argwohn behandelt, da sich auch viele Landstreicher, Trickbetrüger und (Taschen)Diebe in der Jonglierkunst übten. Eine weitere Schwierigkeit war, dass die Jongleure, anders als die Poeten und Musiker keine Möglichkeit besaßen ihre Erfolge und Errungenschaften der Nachwelt zu hinterlassen. Schnell wurden sie daher als, wenn auch unterhaltsame, Tagedieb oder Taugenichtse abgestempelt. Aus dieser Zeit stammt daher auch der Ausspruch:
Qual mestiers es plus aontos, d eser joglar o laire
- frei übersetzt: Was kann eine schlimmere Beschimpfung sein, ein Jongleur oder ein Dieb zu sein?
Eine andere Vermutung ist, dass Jongleure erst im 11. Jahrhundert aus den englischen Minnesängern und Spielmännern hervorgegangen sind. Mit dem Aufkommen der Troubadoure wurden die Jongleure mit ihren vielen Talenten zu beliebten Helfern der Troubadoure und zu Unterhaltern der Adeligen. Sie zogen über das Land, von Hof zu Hof und verfeinerten ihr Können in Schulen und Bruderschaften. Die erste Nennung einer solchen Bruderschaft stammt aus dem Jahre 1331; die Confrerie de St. Julian in Paris
Industrialisierung
Im Jahre 1768 eröffnete Philip Astley den ersten modernen Zirkus. Einige Jahre später heuerte er auch einige Jongleure an. Von da an fanden Jongleure professionelle Arbeit beim Zirkus. Die neuere Geschichte des Jonglierens ist eng mit der Geschichte des Varietés und des Couplets verbunden. Mit dem Einsetzen der Industrialisierung wurde die Kleinkunst und mit ihr das Jonglieren bis zur Mitte des 20 Jahrhunderts immer beliebter. Jongleure wurden zunächst engagiert, um in den Pausen das Publikum vor verschlossenen Vorhang zu unterhalten, während hinter dem Vorhang die Bühne umgebaut wurde. Diese Jongleure konnten sich nun auf die eigentliche Jonglierkunst spezialisieren und vernachlässigten andere Kunststücke wie Schwertschlucken oder die Zauberei. Der Gentleman-Jonglier-Stil wurde von den Deutschen Jongleuren Salerno und Kara erfunden, und mit der Entwicklung des Kunststoffes verwendeten die Jongleure auch zunehmend Gummibälle. Zuvor wurden Jonglierbälle aus Garn, gefüllten Lederbeuteln, Holz oder Metall gemacht. Die Gummibälle hatten den Vorteil, dass man sie auch springen lassen konnte.

Quelle: wikipedia