Hintergründe zur Linkshändigkeit


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Links- oder Rechtshänder gibt es von Natur aus, die motorische Dominanz einer Gehirnhälfte wird vererbt. Die für Beweglichkeit zuständigen Nervenbahnen zwischen dem menschlichen Gehirn und dem Körper verlaufen über Kreuz: Die rechte Gehirnhälfte ist also für die Motorik der linken Körperhälfte zuständig und umgekehrt. Die Umwelt beeinflusst aber, welche Hand tatsächlich benutzt wird. Zwingt man einen Linkshänder, nur die rechte Hand zu verwenden, wird die starke rechte Gehirnhälfte unter-, die schwächer ausgeprägte linke Seite dagegen überfordert. Die mögliche Folge: Psychische und psychosomatische Probleme. Experten sprechen dann häufig von einem "Knoten im Kopf".
Quelle: http://www.wdr.de/themen/gesundheit/koerper/linkshaendertag/index.jhtml
Der "Internationale Linkshändertag" wurde 1976 von dem US-Amerikaner Dean R. Campbell ins Leben gerufen. Ein Jahr zuvor hatte er die "Lefthanders International", weltweit die erste Vereinigung von Linkshändern, gegründet. Campbells wählte bewusst den 13. August, der vor 26 Jahren auf einen Freitag fiel. Denn wie um diesen rankt sich nach Meinung Campbells auch um die Linkshändigkeit so mancher Aberglaube. In Deutschland gibt es - anders als beispielsweise in den USA - am 13. August noch immer sehr wenige Veranstaltungen.
Quelle: http://www.wdr.de/themen/gesundheit/koerper/linkshaendertag/index.jhtml
Linkshändigkeit und Linksseitigkeit ist eine natürliche und normale Variante der Seitenbevorzugung, die oft mit vielen Begabungen verbunden ist. Linkshänder finden jedoch in ihrer Umwelt für die Entwicklung ihrer natürlichen Händigkeit keine optimalen Bedingungen vor. Sie leben in einer Rechtshänderumwelt, an die sie sich ihr Leben lang anpassen müssen. In vielen Lebensbereichen sind sie mit Problemen konfrontiert, die auf Grund rechts orientierter Erziehungsstrategien und den typischen nur für den rechtshändigen Gebrauch geschaffenen Geräten und Techniken entstehen. Es fehlt oftmals in der Praxis an ausreichender Unterstützung und Hilfe, um Linkshändigkeit entsprechend fördern zu können. Die Folge kann Umerziehung und selbsterzieherische Fehlanpassung sein und dann kann es zu sehr schwierigen pädagogischen und psychologischen Problemen kommen. In der Literatur wird in diesem Zusammenhang Umschulung auf die nicht dominante Hand oder Über- und Fehlanpassung beschrieben. Barbara Sattler, Leiterin der Ersten Deutschen Beratungsstelle in München, spricht von Primär- und Sekundärfolgen durch Umschulung, die Auswirkungen auf das gesamte Leben des Betroffenen haben.

Gelingt es auf der anderen Seite dem Linkshänder, seine Händigkeit frei zu entfalten und seine dominante Hand für alle wesentlichen Tätigkeiten zu benutzen, entstehen keine Schwierigkeiten, ganz im Gegenteil: Gerade unter Linkshändern finden sich häufig sogar Hochbegabte. Berühmte und erfolgreiche Linkshänder sind beispielsweise die amerikanischen Präsidenten Ford, Reagan, Bush und Clinton oder Künstler wie Leonardo Da Vinci, Michelangelo, Mozart u.a.

Weiterhin postulieren immer mehr Wissenschaftler, dass der Anteil von Linkshändern weit höher in der Bevölkerung liegt, wie oftmals in der Statistik beschrieben. Es werden hier Zahlen von 40 - 50% genannt.

Zu beobachten ist in den letzten Jahren ein steigender Anteil linksschreibender Schüler in Grundschulen. Gerade am Anfang des Schreibenlernens ist eine ausreichende Unterstützung wichtig. Das Wissen über die richtige Hilfestellung, nicht nur beim Schreiben, ist bei Pädagogen und Eltern noch sehr unzureichend vorhanden. Hier besteht noch großer Nachholbedarf, damit auch linksseitige Kinder entsprechend unterstützt werden können. Auch in anderen Berufsgruppen wie z.B. Ärzten besteht Unsicherheit durch unzureichendes Wissen im Umgang mit der Spezifika von Linksveranlagten.

Ziel der Diplomarbeit ist die besondere Situation von Linkshändern bzw. Linksseitig veranlagten zu betrachten und Möglichkeiten aufzuzeigen, um auch für diese Gesellschaftsgruppe gleiche Chancen für die natürliche Entwicklung ihrer Händigkeit zu schaffen.

Im theoretischen Teil der Arbeit (Kapitel zwei) wird anhand von statistischen Aussagen die Verteilung von Rechts- und Linkshändern betrachtet. Weiterhin wird der Frage nachgegangen, welches gesellschaftliche Bild gegenüber Linkshändern vorherrscht und wie es zustande gekommen ist. Den Zusammenhang zwischen Händigkeit und den spezifischen Aufgaben des Gehirns ist ein weiterer Punkt der theoretischen Ausführungen. Als letzter Punkt werden mögliche Ursachen von Linkshändigkeit bzw. Einhändigkeit dargestellt. Bis heute besteht in der Wissenschaft darüber keine Einigkeit.

Im Kapitel drei wird u.a. der Frage nachgegangen, mit welchen besonderen Problemlagen es Linksveranlagte zu tun haben und inwieweit entsprechende Hilfen vorhanden sind bzw. wie diese aussehen könnten. Für Sozialpädagogen tut sich hier in verschiedenen Berufsfeldern ein weites Betätigungsfeld auf.

Kapitel vier fasst noch einmal die wichtigsten Aussagen zusammen.

Im Kapitel fünf wird eine Hilfe für Linkshänder anhand einer Konzeptentwicklung für eine Beratungsstelle vorgestellt. Ziel ist es, durch Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit flächendeckend in Deutschland präventive Einrichtungen zu schaffen.

Autor/in B. Dietrich Titel:Die Linkshänder in einer rechtsorientierten Gesellschaft
Quelle: http://www.diplomica.com/db/diplomarbeiten6935.html