C. Tielsch + Co., Altwasser
Anfangs hat Carl Tielsch einen Teil seiner Erzeugnisse nur mit den Großbuchstaben T PM ( = Tielsch Porzellan-Manufaktur) gekennzeichnet. Während der ersten beiden Produktionsjahre wurde eine Fabrikmarke benutzt, auf der zwei, sich gegenläufig um einen Stab windende Schlangen mit Adlerflügeln über den Großbuchstaben T PM zu sehen sind.

In Anlehnung an die 1844 eingeführte Fabrikmarke der Königlichen Porzellanmanufaktur Berlin (KPM) brachte Tielsch ab Anfang 1847 auf seinen Porzellanen eine Fabrikmarke an, die über den Großbuchstaben T PM ebenfalls einen Adler zeigte. Der Direktor der KPM verwies in einem Schreiben an das Königliche Finanzministerium auf die seiner Meinung nach unberechtigte Verwendung des "königl. preußischen Wappenadlers mit Krone, Zepter und Reichsapfel und erwartete, dass die damit verbundene Täuschung durch das Ministerium beendet würde. Carl Tielsch ersetzte den Adler durch eine herabfliegende Taube mit einem Zweig im Schnabel, die aber so gestaltet war, dass sie weiterhin als Adler gedeutet werden konnte.

Im Rahmen der Konzentration der Porzellanindustrie wurde 1920 die Aktienmehrheit von Tielsch & Co durch die Firma Hutschenreuther in Selb erworben. 1932 schluckte Hutschenreuther die Firma Tielsch ganz. Nach dem Krieg wurde in Selb noch einige Jahre unter dem Namen Tielsch Porzellane hergestellt.

1945 ging die Firma in polnischen Staatsbesitz über unter dem Namen Zaklad Porcelany Stolowej Walbrzych.
Im Jahr 1992 wurde die Fabrik privatisiert und in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.